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Burn-out-Betroffene

Das Burn out Syndrom trifft viele Berufsgruppen

Der Ursprung des Begriffes Burn-out ist mit der Berufsgruppe der Heilberufe verbunden. Es war der New Yorker Psychoanalytiker Herbert Freudenberger, der im Jahr 1974 das sog. Helfersyndrom beschrieb. Es ging um die völlige Erschöpfung und Aufopferung von Menschen in Heilberufen. Heute finden sich die Betroffenen in den unterschiedlichsten Berufsgruppen. Die Liste reicht von Lehrern, Polizisten, Pfarrern, Prominenten und Managern quer durch alle Berufsgruppen, wobei es Schwerpunktgruppen gibt, zu denen die Heilberufe nach wie vor zählen.

Männer und Frauen sind dabei gleichermaßen betroffen, wenn auch die Ursachen und Ausprägungen unterschiedlich sind. Das Alter spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Gruppe der 35- bis 45-Jährigen stellt dabei die Spitzengruppe dar. Dazu heißt es im DAK Gesundheitsreport 2010:6

Der Anteil der psychischen Störungen am Gesamtkrankenstand steigt von 3,9 Prozent bei den 15- bis 19-Jährigen kontinuierlich auf einen prozentualen Anteil von 12,8 Prozent bei den 35- bis 39-Jährigen an. Ab dem 45. Lebensjahr nimmt die relative Bedeutung psychischer Erkrankungen (bei insgesamt steigendem Krankenstandsniveau) dann wieder ab. Ihr Anteil liegt bei den über 60-Jährigen nur noch bei 9,7 Prozent. Möglicherweise hängt dieser Verlauf ab von der vielfach in der Lebensmitte beobachteten Häufung von Krisen und Konflikten (der sogenannten “Midlife-Crisis”) zusammen. Konflikte um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Karriereplanung und Überlastungssymptome (“Burn-out”) können zu entsprechenden Erkrankungsbildern führen.

Vor diesem quantitativen Hintergrund erklärt sich auch die anhaltende öffentliche Diskussion zum Thema Burn-out. Zwar hat das Thema damit sein Schattendasein der Vergangenheit überwunden, Burn-out erfährt aber immer noch nicht die gleiche Anerkennung wie andere nicht-psychische Krankheiten.

Dies kann verwundern, ist doch der Burn-out eine Krankheit mit einer langen Geschichte und einer weiten Verbreitung in der Bevölkerung. So soll schon Johann Wolfgang von Goethe nach Meinung einiger Literaturkritiker an einer Erschöpfungskrankheit gelitten haben, die ihn veranlasste, bereits in jungen Jahren seinen Ministersessel in Weimar zu verlassen und nach Italien zu fliehen. Und in unserer Zeit werden immer mehr Menschen aufgrund von psychischen Belastungen im Beruf krankgeschrieben. Laut einer repräsentativen Studie fehlten danach schon im Jahr 2008 hochgerechnet rund 40.000 Mitarbeiter Vollzeit an ihren Arbeitsplätzen.7 Und dieser Entwicklungstrend ist ungebrochen: So zeigen die Fehlzeiten von Arbeitnehmern aufgrund von psychischen Ursachen, zu denen auch Burn-out gezählt wird, die stärkste Steigerungsrate unter allen Krankheitsbildern an.

Relative Veränderungen der Fehlzeiten in relevanten Diagnosekapiteln – Berufstätige

Grafik Fehlzeiten

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