Neu: Zertifizierter GALLUP StärkenCoach

Ich hab´s ge­schafft. Seit An­fang Sep­tem­ber bin ich ein zer­ti­fi­zier­ter GALLUP Strengths Coach. Ein vier­ein­halb­tä­gi­ger Kom­pakt­kurs „Ac­ce­le­ra­ted Strengths Coa­ching“ im Früh­jahr in Ber­lin, ei­ne be­stan­de­ne Mul­ti­ple-Choice-Prü­fung und die er­folg­rei­che Durch­füh­rung von sechs Stär­ken­Coa­chings mit ei­ner po­si­ti­ven Kun­den­be­wer­tung lie­gen hin­ter mir. Zu fin­den bin ich jetzt auch auf der Home­page von Gal­lup im Ver­zeich­nis der welt­weit zer­ti­fi­zier­ten Stär­ken­Coa­ches. Und jetzt geht´s los!

Versicherungsfragen rund um die Einweisung in eine Burn out-Klinik

Der Weg in die Kli­nik ist für vie­le Be­trof­fe­ne ein gro­ßer Schritt. Zum ei­nen emo­tio­nal und zum an­de­ren auch auf­grund der ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Hür­den, die es zu über­win­den gilt. Es gibt vie­le Fra­gen rund um den Ver­si­che­rungs­an­trag. Dar­über möch­te ich mich heu­te un­ter­hal­ten mit Chef­arzt Dr. Schmidt. von der Leis­berg Kli­nik in Ba­den-Ba­den.

Herr Dr. med. Nor­bert Schmidt
Fach­arzt für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie, Zu­satz­qua­li­fi­ka­tio­nen in Sucht­me­di­zin, Ver­kehrs­me­di­zin und Ge­ron­to­psych­ia­trie, ‑psy­cho­so­ma­tik und ‑psy­cho­the­ra­pie  Ärzt­li­cher Gut­ach­ter für al­le Ge­rich­te, Kran­ken­ver­si­che­run­gen und Pri­vat­per­so­nen, Lei­tungs­er­fah­rung in ver­schie­de­nen Akut- und Re­ha­kli­ni­ken

Chef­arzt der Kli­nik am Leis­berg seit 2006

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Wie sieht der „nor­ma­le“ An­trags­weg aus, um sich in ei­ner Kli­nik be­han­deln zu las­sen, wenn man un­ter ei­ner De­pres­si­on bzw. Burn-out lei­det?

Dr. Nor­bert Schmidt:
Der am­bu­lan­te Psy­cho­the­ra­peut, Psych­ia­ter oder auch der Haus­arzt schreibt ei­nen kur­zen An­trag aus dem die Dia­gno­se her­vor­geht und in dem be­grün­det wird, war­um ei­ne am­bu­lan­te The­ra­pie nicht aus­rei­chend ist.

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Vie­le Pa­ti­en­ten, die auf der Su­che nach ei­ner Kli­nik sind und ei­nen An­trag bei Ih­rer Ver­si­che­rung stel­len, ma­chen die Er­fah­rung, dass Sie im ers­ten An­lauf ab­ge­lehnt wer­den. Was ist sol­chen Fäl­le ei­ne sinn­vol­le Vor­ge­hens­wei­se, um doch noch ans Ziel zu kom­men?

Dr. Nor­bert Schmidt:
Wenn der An­trag bei der Ren­ten­ver­si­che­rung ge­stellt wur­de, muss man im­mer da­mit rech­nen zu­nächst ei­ne Ab­leh­nung zu be­kom­men. Die Quo­te liegt hier mei­ner Be­ob­ach­tung nach deut­lich über 50%. Die Kran­ken­kas­sen und Kran­ken­ver­si­che­run­gen, so­wie die Bei­hil­fe­stel­len sind da un­pro­ble­ma­ti­scher. Grund­sätz­lich gilt aber, dass un­zu­rei­chen­de Be­grün­dun­gen und un­kla­re Dia­gno­sen wie „Mob­bing“, „Er­schöp­fungs­syn­drom“ oder „Ehe­pro­ble­me“ zu Ab­leh­nun­gen füh­ren.

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Kann auch der ei­ge­ne Haus­arzt ei­ne Ein­wei­sung in ei­ne Kli­nik ver­an­las­sen oder muss man vor­her zu ei­nem Spe­zia­lis­ten, z.B. Psych­ia­ter, ge­hen?

Dr. Nor­bert Schmidt:
Wenn die Ein­wei­sung durch den Haus­arzt er­folgt, kommt es häu­fig zu Nach­fra­gen, ob denn die am­bu­lan­ten Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten aus­ge­schöpft wur­den. Das kann zu un­nö­ti­gen Ver­zö­ge­run­gen füh­ren. Ich emp­feh­le da­her die Ein­wei­sung durch ei­nen Fach­arzt für Psych­ia­trie oder Psy­cho­so­ma­ti­sche Me­di­zin oder ei­nen Neu­ro­lo­gen. Seit kur­zem ist es auch den nie­der­ge­las­se­nen Psy­cho­lo­gi­schen Psy­cho­the­ra­peu­ten mög­lich Ein­wei­sun­gen in Kli­ni­ken zu schrei­ben.

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Was ist denn der Un­ter­schied zwi­schen den ver­schie­de­nen Ärz­ten und Psy­cho­lo­gen?

Dr. Nor­bert Schmidt:
Den Fach­arzt für Psych­ia­trie gibt es kaum noch, die­se Ärz­te ha­ben nicht zwin­gend ei­ne Psy­cho­the­ra­pie­aus­bil­dung. Er wur­de durch den Fach­arzt für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie er­setzt. Die­ser hat in sei­ner Fach­arzt­aus­bil­dung 4 Jah­re Psych­ia­trie in­klu­si­ve Psy­cho­the­ra­pie­aus­bil­dung und ein Jahr Neu­ro­lo­gie. Der Neu­ro­lo­ge da­ge­gen hat 4 Jah­re Neu­rol­gie und ein Jahr Psych­ia­trie, oh­ne Psy­cho­the­ra­pie­aus­bil­dung. Zu­sätz­lich gibt es den Fach­arzt für Psy­cho­so­ma­ti­sche Me­di­zin und Psy­cho­the­ra­pie. Die­ser hat in sei­ner Aus­bil­dung auch ein Jahr In­ne­re Me­di­zin. Die Psy­cho­lo­gi­schen Psy­cho­the­ra­peu­ten ha­ben Psy­cho­lo­gie stu­diert und an­schlie­ßend ei­ne min­des­tens drei­jäh­ri­ge Psy­cho­the­ra­pie­aus­bil­dung ab­sol­viert, dür­fen aber kei­ne Me­di­ka­men­te ver­schrei­ben, da sie kei­ne Ärz­te sind.

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Wann muss man sich ei­gent­lich an die Ren­ten­ver­si­che­rung und wann an sei­ne Kran­ken­ver­si­che­rung wen­den?

Dr. Nor­bert Schmidt
Bei aku­ten Er­kran­kun­gen ist im­mer die Kran­ken­kas­se zu­stän­dig. Die Reha-Maß­nah­me über die Ren­ten­ver­si­che­rung ist in der Re­gel eher vor­beu­gend und soll ei­ne Ge­fähr­dung der Be­rufs­fä­hig­keit ab­wen­den.

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Wel­chen Un­ter­schied macht es, ob man pri­vat oder ge­setz­lich ver­si­chert ist?

Dr. Nor­bert Schmidt:
Als pri­vat Ver­si­cher­ter hat man ei­ne grö­ße­re Aus­wahl und kann pro­blem­los auch in rei­ne Pri­vat­kli­ni­ken ge­hen. Dies ist zwar auch für ge­setz­lich Ver­si­cher­te nach den Be­stim­mun­gen des So­zi­al­ge­setz­bu­ches mög­lich, aber die Kran­ken­kas­sen ma­chen da häu­fig Pro­ble­me und bau­en un­nö­ti­ge Hür­den auf. Auch wird nur der Ge­büh­ren­satz über­nom­men, der in ei­ner Ver­trags­kli­nik an­fal­len wür­de, so dass Dif­fe­ren­zen von über 100,- Eu­ro pro Tag ent­ste­hen kön­nen, die dann ent­we­der über ei­ne pri­va­te Zu­satz­ver­si­che­rung ab­ge­deckt wer­den kön­nen oder von den Ver­si­cher­ten als Selbst­zah­ler zu leis­ten sind. 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Ist es ei­gent­lich ein­fa­cher ei­ne Ein­wei­sung in ei­ne Ta­ges­kli­nik zu be­kom­men als ei­ne sta­tio­nä­re Be­hand­lung ge­neh­migt zu be­kom­men? Und wann ist ei­ne Ta­ges­kli­nik die rich­ti­ge Wahl für die Pa­ti­en­ten.

Dr. Nor­bert Schmidt:
Da gibt es kaum Un­ter­schie­de. Die Ta­ges­kli­ni­ken ha­ben aber häu­fig deut­lich län­ge­re War­te­zei­ten. Ei­ne Ta­ges­kli­nik bie­tet sich an, wenn im Haus­halt klei­ne Kin­der oder an­de­re An­ge­hö­ri­ge sind, die man nicht län­ge­re Zeit al­lei­ne las­sen kann.

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Kann man sich ei­ne Kli­nik aus­su­chen oder muss man die Kli­nik wäh­len, die von der Ver­si­che­rung vor­ge­ge­ben wird?

Dr. Nor­bert Schmidt:
Da in Deutsch­land das Prin­zip der frei­en Arzt­wahl gilt, kön­nen Sie sich ei­ne be­lie­bi­ge Kli­nik aus­wäh­len. Die Kli­nik muss nur für das ent­spre­chen­de Krank­heits­bild ge­eig­net sein.  

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Wie lan­ge dau­ert es in der Re­gel, bis der An­trag auf Ein­wei­sung in ei­ne Kli­nik von der Ver­si­che­rung ge­neh­migt wird und wie lan­ge ist dann die durch­schnitt­li­che War­te­zeit bis man dann auch ei­nen Platz in ei­ner Kli­nik be­kommt?

Dr. Nor­bert Schmidt:
Die Ver­si­che­run­gen sind ge­setz­lich ver­pflich­tet in­ner­halb von drei Wo­chen über den An­trag zu ent­schei­den. Die War­te­zei­ten der Kli­ni­ken sind in­di­vi­du­ell sehr un­ter­schied­lich. Die Kli­nik am Leis­berg kann als pri­va­te Akut­kli­nik auch oh­ne vor­he­ri­gen An­trag, nur mit der Ein­wei­sung ei­nes Psych­ia­ters, meist in­ner­halb von ei­ner Wo­che ei­nen The­ra­pie­platz an­bie­ten.

Dr. Jörg Wit­ten­berg
Vie­len Dank für das In­ter­view, Dr. Schmidt. Ich bin si­cher Ih­re Ant­wor­ten hel­fen vie­len Be­trof­fe­nen auf Ih­rem Weg in die Kli­nik wei­ter.

 

Mein In­ter­view­part­ner:
Dr, Nor­bert Schmidt
Rhein­tal Kli­nik GmbH — Kli­nik am Leis­berg
Gun­zen­bach­str. 8
76530 Ba­den-Ba­den
Tel.: (+49) 7221 / 39 39 30
http://www.leisberg-klinik.de

Goldene Regeln für das perfekte Business Outfit

Wer kennt das nicht? Man ist zu ei­nem Ge­schäfts­ter­min ver­ab­re­det. Die Tür geht auf und der er­war­te­te Ge­sprächs­part­ner kommt rein. Es dau­ert kei­ne Se­kun­de, der ers­te Blick­kon­takt ist aus­ge­tauscht und man denkt: “Wie sieht der denn aus! Kra­vat­te zu lang, Ho­se zu kurz — ein­fach da­ne­ben.” Heu­te spre­che ich mit Frau Ma­ri­an­ne Krschak-Her­schung, die als Sty­lis­tin Män­ner und Frau­en da­bei un­ter­stützt, da­mit den Rat­su­chen­den sol­che Si­tua­tio­nen er­spart blei­ben und sie mit dem per­fek­ten Busi­ness Out­fit durch die Tür kom­men.

 

Zur Per­son: Ma­ri­an­ne Krschak-Her­schung wohnt

in Bad Hon­nef, ist ver­hei­ra­tet und hat über vie­le Jah­re zwei mitt­ler­wei­le jun­ge Män­ner er­folg­reich groß­ge­zo­gen.
Nach Ih­rer Aus­bil­dung zur Farb- und Stil­be­ra­te­rin ar­bei­tet sie seit 2016 als selb­stän­di­ge Sty­lis­tin in ih­rer ei­ge­nen Fir­ma „mal­was­neu­es“ und hält Vor­trä­ge rund um das The­ma Stil und Aus­se­hen.

 

 

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
In der No­vel­le „Klei­der ma­chen Leu­te“ er­zählt der Schwei­zer Dich­ter Gott­fried Kel­ler die Ge­schich­te ei­nes ar­men Schnei­der­ge­sel­len, der gut klei­det und als ver­meint­li­cher Graf dann Ruhm und An­er­ken­nung er­fährt. Die­se Ge­schich­te stammt aus dem 19. Jahr­hun­dert. Hat das aus die­ser ver­gan­ge­nen Zeit stam­men­de Sprich­wort „Klei­der ma­chen Leu­te“ Ih­rer Auf­fas­sung nach auch heu­te, in un­se­rer di­gi­ta­len und auf­ge­klär­ten Welt noch sei­ne Be­rech­ti­gung?

Frau Krschak-Her­schung:
Ab­so­lut. Durch un­se­re Klei­dung ver­mit­teln wir un­se­rer Um­welt wie wir ti­cken. Sie ist DAS Mit­tel, um zu zei­gen, wer wir sind und wie wir wahr­ge­nom­men wer­den wol­len. Un­se­re Klei­dung ver­mit­telt Zu­ge­hö­rig­keit, und mit ihr ver­lei­hen wir auch be­stimm­ten Si­tua­tio­nen die Wür­de. Den­ken Sie z.B. an ei­ne schö­ne Fei­er, wie ei­ne Hoch­zeit, ein lie­be­voll und lan­ge ge­plan­tes Fest, aber auch an ei­ne Be­er­di­gung oder den Schul­ab­schluss der ei­ge­nen Kin­der. Wer un­pas­send oder ei­ner Si­tua­ti­on nicht „wür­dig“ ge­klei­det ist, ver­mit­telt nicht nur den Ein­druck von Re­bel­li­on und Ge­dan­ken­lo­sig­keit, son­dern de­mons­triert auch ei­ne, ich nen­ne es mal „Nicht-Wert­schät­zung“ sei­nes Ge­gen­übers.

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Wie lässt sich dann er­klä­ren, dass selbst auf Vor­stands­eta­gen der Schlips zu­neh­mend ver­pönt und der Roll­kra­gen­pull­over von Ap­ple Grün­der Ste­ve Jobs als neu­es Sta­tus­sym­bol Ein­zug ge­hal­ten hat?

Frau Krschak-Her­schung:
Ste­ve Jobs woll­te aus der Rei­he tan­zen, mit sei­nem Pro­dukt und sei­nem Image. Sein Auf­tre­ten war da­her kon­se­quen­ter­wei­se auch an­ders, in ge­wis­ser Wei­se re­vo­lu­tio­när. Er war stil­voll, ge­ra­de oh­ne Kra­wat­te.
Auf den von Ih­nen an­ge­spro­che­nen Vor­stands­ebe­nen wird über­wie­gend im­mer noch die Kra­wat­te ge­tra­gen. Der Dress-down Fri­day, ei­ne Er­schei­nung aus den USA, weicht und da ge­be ich Ih­nen Recht, die­se stren­ge Re­gel durch­aus auf. Wo­bei längst nicht al­le Fir­men auf die­sen Zug auf­sprin­gen. In jun­gen Start-up Un­ter­neh­men gel­ten aber tat­säch­lich mitt­ler­wei­le die Schlips­trä­ger als rück­stän­dig.

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Die neu­en Frei­hei­ten bei der Wahl des Busi­ness Out­fits ma­chen es vie­len Be­rufs­tä­ti­gen nicht ge­ra­de ein­fa­cher die rich­ti­ge Wahl zu tref­fen. Wor­auf kommt es nach Ih­rer Ein­schät­zung hier be­son­ders an?

Frau Krschak-Her­schung:
Die Frei­hei­ten nicht über­zu­stra­pa­zie­ren. Denn das kann auch schnell aus­ufern und dem Image ei­nes Un­ter­neh­mens scha­den, be­son­ders dann, wenn es sich nach au­ßen prä­sen­tie­ren muss und man Kun­den­kon­takt hat. Es ist wich­tig die un­ter­schwel­li­gen, op­ti­schen Rei­ze zu be­ach­ten, die wich­ti­gen ers­ten Se­kun­den sind ent­schei­dend und ver­lei­ten Men­schen da­zu, an Mei­nun­gen fest­zu­hal­ten, die nur sie nur schwer wie­der re­vi­dier­ten. Das kann fa­ta­le Fol­gen ha­ben.

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Ha­ben es nach Ih­rer Er­fah­rung ei­gent­lich Män­ner ein­fa­cher als Frau­en das pas­sen­de Busi­ness Out­fit zu wäh­len?

Frau Krschak-Her­schung:
Nicht un­be­dingt. Es gibt Re­geln, die be­her­zigt wer­den soll­ten, ger­ne mit klei­nen Ab­wei­chun­gen. Den Män­nern ste­hen nicht so vie­le Stil­hilfs­mit­tel zur Ver­fü­gung wie uns Frau­en. Und über­trei­ben es die Män­ner, sind sie schnell die schrä­gen, bun­ten Vö­gel, die kei­ner ernst nimmt, es sei denn, sie ar­bei­ten in ei­ner pas­sen­den Bran­che. Dann be­wei­sen sie mit ih­rem Out­fit ih­re Krea­ti­vi­tät, die sie so­gar in ih­rer Kar­rie­re wei­ter­brin­gen kann.

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Was sind Ih­re per­sön­li­chen TOP 3 an Fett­näp­fen, in die Be­rufs­tä­ti­ge stol­pern kön­nen, wenn Sie im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes im Klei­der­schrank da­ne­ben­grei­fen?

Frau Krschak-Her­schung:
Das ist bei Män­nern ganz klar die fal­sche Kra­wat­te, die nicht mit dem Rest kor­re­spon­diert oder mit „lä­cher­li­chen De­ko­ren“ ver­se­hen ist. Das sind die schril­len So­cken, ein ab­ge­tra­ge­nes oder schmut­zi­ges Schuh­werk und ein feh­len­der Gür­tel. So et­was geht gar nicht.
Bei den Frau­en sind es zu kurz ge­ra­te­ne oder zu en­ge Rö­cke oder Klei­der, die die Un­ter­wä­sche ab­zeich­nen, strumpf­lo­se Bei­ne in zu ho­hen Schu­hen und Ober­tei­le, die mehr Ein­bli­cke zu­las­sen, als am Ar­beits­platz an­ge­mes­sen wä­re.

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Die Busi­ness Eti­ket­te un­ter­schei­det ver­schie­de­ne Sty­le­va­ri­an­ten, die sich hin­ter Fach­be­grif­fen wie Busi­ness Ca­su­al ver­ber­gen. Kön­nen Sie die­se Dress­codes bit­te ein­mal für ei­nen Mo­de­lai­en über­set­zen?

Frau Krschak-Her­schung:
Das ma­che ich ger­ne. Hier ei­ne klei­ne ta­bel­la­ri­sche Über­sicht für Sie.

 

Dress­code im Ar­beits­all­tag

 

Über­set­zung für Frau­enÜber­set­zung für Män­ner
Busi­ness For­mal
  • dunk­les Kos­tüm oder Ho­sen­an­zug
  • Blu­se in Pas­tell­far­ben
  • we­nig Schmuck,
    de­zen­tes Make­up
  • trans­pa­ren­te
    Strumpf­ho­sen
  • ge­schlos­se­ne Schu­he
    (3–7 cm Ab­satz)

wird über­wie­gend in Ban­ken
und Ver­si­che­run­gen ver­langt,
um Äu­ßer­lich­kei­ten zu­guns­ten
der In­hal­te au­ßen vor zu las­sen

 

  • mitt­le­re Füh­rungs­po­si­ti­on:
    zwei­tei­li­ger, dunk­ler An­zug mit
    Hemd und Kra­wat­te in
    schlich­ten Far­ben
  • ho­he Füh­rungs­ebe­ne oder für
    of­fi­zi­el­le An­läs­se: drei­tei­li­ger An­zug plus Hemd mit Man­schet­ten­knöp­fen
  • dunk­les Schuh­werk in der Far­be des An­zugs, pas­sen­der
    Le­der­gür­tel

Faust­re­gel: Je dunk­ler der An­zug, um­so hö­her die Po­si­ti­on

 

 

Busi­ness Ca­su­al / Day For­mal / Smart Ca­su­al
  • dunk­le, ge­deck­te Far­ben
  • Bla­zer
  • Bund­fal­ten­ho­se, Chi­nos
  • ge­rad­li­ni­ger Rock oder Kleid
  • Pumps, Lo­afers, Bu­da­pes­ter
  • im Som­mer: Blu­se oh­ne Bla­zer, 7/8 Ho­se

bes­tens ge­eig­net für Fir­men­es­sen und Ge­schäfts­rei­sen, nicht
be­en­gend und den­noch
ge­pflegt

  • dunk­le Ho­se
  • Hemd auch ge­mus­tert, kei­ne
  • auf­fäl­li­gen Mus­ter oder Far­ben
  • Le­der­gür­tel
  • Le­der­schu­he
  • no Jeans, no Tie
  • Chi­no, But­ton-Down-Hemd und Sak­ko

bes­tens ge­eig­net für ei­ne Ver­an­stal­tung nach dem Bü­ro oder in­ter­ne Mee­tings oh­ne die Chef­eta­ge

Ca­su­al
  • ge­pfleg­te Jeans in
    al­len Wa­schun­gen
  • Stoff­ho­sen auch ger­ne
    in bun­ten Far­ben
  • bun­te Blu­sen, Klei­der, Rö­cke
  • ex­tra­va­gan­ter Mo­de­schmuck
  • auch of­fe­ne Schu­he oder Snea­kers

lo­cke­re All­tags­klei­dung, un­ge­zwun­gen aber ge­pflegt, läs­sig und ex­pe­ri­men­tell

 

  • klas­si­sche Stoff­ho­se
  • Po­lo­shirt
  •  Sak­ko
  • Snea­kers

ge­eig­net für Mee­tings au­ßer­halb des Bü­ros oder zum Brunch

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Nur noch je­der 7 Be­schäf­tig­te muss heu­te ei­ne Uni­form an sei­nem Ar­beits­platz tra­gen. Den­ken Sie zum Bei­spiel an den Pa­ket­zu­stel­ler oder die Kran­ken­schwes­ter. Gleich­wohl ist es nicht ganz ein­fach, sich aus der Mas­se her­vor­zu­he­ben, wenn al­le auf den Ma­nage­ment­eta­gen im dun­kel­grau­en An­zug oder blau­en Kos­tüm her­um­lau­fen. Wel­che Stil­mit­tel emp­feh­len Sie Ih­ren rat­su­chen­den Kun­den und Kun­din­nen?

Frau Krschak-Her­schung:
Ja, ei­gent­lich ist das scha­de, denn Uni­for­men ver­mit­teln vie­len Men­schen das Ge­fühl von Kom­pe­tenz und Zu­ver­läs­sig­keit. Der dun­kel­graue An­zug der Män­ner, die Uni­form auf den Vor­stands­ebe­nen, kann sehr schön mit ei­nem far­bi­gen Ein­steck­tuch und na­tür­lich mit ei­ner ge­schmack­vol­len Kra­wat­te in­di­vi­dua­li­siert wer­den. Statt der üb­li­chen Strei­fen gibt es ihn auch mal mit klei­nen, de­zen­ten Mus­tern oder ei­nem ein­ge­web­ten Mus­ter Ton in Ton. Und es muss si­cher­lich nicht im­mer nur das wei­ße Hemd sein. Das sind nur we­ni­ge Stil­mit­tel, ich ge­be es zu.
Bei den Frau­en ver­hält es sich ähn­lich. Da die­nen die et­was aus­ge­fal­le­nen Pumps mit den­noch ge­mä­ßig­tem Ab­satz und schö­ner Schmuck als net­te Hin­gu­cker. Oder mal die an­ders ge­styl­ten Haa­re ma­chen den Un­ter­schied. Statt des Bla­zers kann sie z.B. auch mal ein ed­les Twin­set tra­gen.

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg:
Nicht je­der der mit Ex­cel-Ta­bel­len um­ge­hen kann und sich auf der in­ter­na­tio­na­len Busi­ness-Büh­ne wohl fühlt, hat auch ein Händ­chen für die Wahl des rich­ti­gen Busi­ness Out­fits. Hier kom­men Sie mit Ih­rem Be­ra­tungs­an­ge­bot als Sty­lis­tin ins Spiel. Wie läuft so ei­ne Be­ra­tung ab? Durch­fors­ten Sie mei­nen Klei­der­schrank oder kom­men Sie mit zum Shop­ping?

Frau Krschak-Her­schung:
Wenn Sie möch­ten bei­des. Aber zu­erst schaue ich mir den Men­schen an, ich ach­te auf die Fär­bung sei­ner Haut, Au­gen und Haa­re. Mit un­ter­schied­li­chen Farb­tü­chern schaue ich, ob eher kal­te oder war­me Tö­ne pas­send sind. Das ist ent­schei­dend, denn fal­sche Far­ben las­sen ein Ge­sicht schnell äl­ter und fah­ler er­schei­nen. Dem­entspre­chend ent­schei­det sich dann, aus wel­cher Farb­grup­pe der An­zug oder das Kos­tüm, Hemd, Blu­se oder Top etc. ge­wählt wer­den sol­len. Auch die Pro­por­tio­nen sind wich­tig und ent­schei­den über die Form und das Ma­te­ri­al un­ter Be­rück­sich­ti­gung der je­wei­li­gen Jah­res­zeit. Auch die Stel­lung in der Fir­men­hier­ar­chie ent­schei­det, wie das Out­fit ge­stal­tet sein soll. Denn Klei­der ma­chen eben Leu­te…

 

Dr. Jörg Wit­ten­berg
Vie­len Dank Frau Krschak-Her­schung für die­sen Aus­flug in die Welt der Busi­ness Eti­ket­te. Ich bin jetzt über­zeug­ter denn je, dass der ers­te Ein­druck zählt und die Wahl des pas­sen­des Busi­ness Out­fits gut über­legt sein will.

 

Kon­takt­da­ten:

Ma­ri­an­ne Krschak-Her­schung
Sty­lis­tin – mal was neu­es
Bis­marck­str. 10
53604 Bad Hon­nef
Tel. 0049 – 1578 — 0645852
www.malwasneues.net

 

Buchtipp: Der Weg zur höheren Frauenquote

Die Frau­en­quo­te: kon­tro­vers dis­ku­tiert und bis­lang oh­ne Wir­kung. Jüngs­te Stu­di­en zum The­ma zei­gen, dass das um­strit­te­ne Ge­setz bis­lang kei­ne spür­ba­ren Ef­fek­te nach sich ge­zo­gen hat. Grün­de da­für gibt es si­cher vie­le.

Ein Man­gel an In­stru­men­ten zur Frau­en­för­de­rung in Un­ter­neh­men ist es si­cher nicht. Die Band­brei­te reicht von Re­kru­tie­rungs­maß­nah­men über Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men bis hin zur Struk­tur­maß­nah­men. Wo ein Wil­le ist, ist auch ein Weg. Und wer auf der Su­che nach dem er­folg­ver­spre­chen­den Weg ist, fin­det in mei­nem Buch­bei­trag ei­nen struk­tu­rier­ten Über­blick zum The­ma.

https://www.springerprofessional.de/der-weg-zur-hoeheren-frauenquote-ein-gesamtkonzept-fuer-die-frau/10503578

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