Elternzeit, Teilzeit & Kinderbetreuung

Elternzeit, Teilzeit & Kinderbetreuung

Elternzeit und Elterngeld bieten Anreize

Vor dem Hin­ter­grund die­ser Si­tua­ti­on hat die Po­li­tik in der Ver­gan­gen­heit im­mer wie­der An­läu­fe un­ter­nom­men, um den Frau­en die Schmer­zen bei ih­rem Spa­gat zwi­schen Be­rufs- und Fa­mi­li­en­welt zu lin­dern und die Män­ner ein­zu­la­den, sich auch in die­ser Dis­zi­plin zu üben. Gilt es doch die glä­ser­ne De­cke mit al­len Mit­teln ein­zu­rei­ßen.
So gibt es nach dem Bun­des­el­tern­geld- und El­tern­zeit­ge­setz für Müt­ter und Vä­ter glei­cher­ma­ßen die Op­ti­on, ma­xi­mal bis zur Voll­endung des drit­ten Le­bens­jah­res ih­res Kin­des die sog. El­tern­zeit zu neh­men. Für die Dau­er der be­an­trag­ten El­tern­zeit wird das je­wei­li­ge El­tern­teil von sei­ner be­ruf­li­chen Be­schäf­ti­gung frei­ge­stellt, um die Be­treu­ung des Kin­des per­sön­lich zu über­neh­men. Für die­sen Zeit­raum greift dann ein ge­setz­li­cher Kün­di­gungs­schutz und es kann in Er­gän­zung zum Kin­der­geld auch El­tern­geld be­an­tragt wer­den, das max. 1.800 € be­trägt und grund­sätz­lich zwölf Mo­na­te ge­zahlt wird.

Nach dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fa­mi­lie, Se­nio­ren, Frau­en und Ju­gend fängt das El­tern­geld feh­len­des Ein­kom­men auf, wenn El­tern nach der Ge­burt für ihr Kind da sein wol­len und des­halb ih­re be­ruf­li­che Ar­beit un­ter­bre­chen oder ein­schrän­ken. Den El­tern ste­hen ge­mein­sam ins­ge­samt 14 Mo­na­te zu, wenn sich bei­de an der Be­treu­ung be­tei­li­gen und den El­tern da­durch Ein­kom­men weg­fällt. Sie kön­nen die Mo­na­te frei un­ter­ein­an­der auf­tei­len. Ein El­tern­teil kann da­bei min­des­tens zwei und höchs­tens zwölf Mo­na­te für sich in An­spruch neh­men. Auch ge­trennt­le­ben­de El­tern­tei­le steht das El­tern­geld zur Ver­fü­gung. Al­lein­er­zie­hen­de, die das El­tern­geld zum Aus­gleich des weg­fal­len­den Er­werbs­ein­kom­mens be­zie­hen, kön­nen die vol­len 14 Mo­na­te El­tern­geld in An­spruch neh­men. Für El­tern, die ger­ne in Teil­zeit ar­bei­ten möch­ten, gibt es seit dem Jahr 2015 zu­sätz­lich auch das sog. El­tern­geld­P­lus.

Auch wenn die Re­ge­lung auf Müt­ter und Vä­ter glei­cher­ma­ßen zielt, zeigt die Pra­xis ein an­de­res Bild. Die Re­gie­rung hat hier­zu ei­ne Bi­lanz nach 10 Jah­re El­tern­geld vor­ge­legt. Die Frau­en do­mi­nie­ren hier nach wie vor und bei den Män­nern herr­schen Mit­nah­me­ef­fek­te vor, die auf die Aus­zah­lung des El­tern­gel­des ab­zie­len, wie die kur­ze In­an­spruch­nah­me der El­tern­zeit durch Män­ner ver­mu­ten lässt. Es lässt sich nur ei­ne lang­sa­me, aber ste­ti­ge Ver­än­de­rung der Ver­hält­nis­se ab­lei­ten.

Teilzeitarbeit – ein Kompromiss für Frauen

Wer die El­tern­zeit hin­ter sich ge­bracht hat, steht vor der Fra­ge, ob er wie­der in den Be­ruf ein­steigt oder sich wei­ter der Kin­der­er­zie­hung wid­met. Die vor­han­de­nen ta­rif­li­chen und ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen zur sog. ge­ring­fü­gi­gen Be­schäf­ti­gung bie­ten hier auch ei­nen Mit­tel­weg an, für Al­le, die kein Ent­we­der/O­der-Mo­dell prä­fe­rie­ren, son­dern sich be­wusst für den Spa­gat zwi­schen Be­rufs- und Fa­mi­li­en­welt ent­schei­den.
Vom Prin­zip her auch hier ei­ne Brü­cke für Män­ner und Frau­en glei­cher­ma­ßen, die aber in der Pra­xis wie­der vor­nehm­lich von Frau­en be­schrit­ten wird. So do­mi­niert bei Frau­en bei ih­rer Ent­schei­dung für ei­ne Teil­zeit­be­schäf­ti­gung ein­deu­tig das Mo­tiv, die Er­war­tun­gen von Fa­mi­lie und Be­ruf un­ter ei­nen Hut zu brin­gen. In der Män­ner­welt hat dies hin­ge­gen kei­ne au­gen­fäl­li­ge Be­deu­tung, wie Um­fra­ge­er­geb­nis­se des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes aus dem Jahr 2009 zei­gen. Da­nach war für 52% der Frau­en die Fa­mi­lie ein we­sent­li­cher Be­weg­rund für Teil­zeit­ar­beit, aber nur für 8% der Män­ner. So wun­dert es nicht, dass nach An­ga­ben der Ar­beits­agen­tur aus dem Jahr 2017 die Teil­zeit­ar­beit im­mer noch frau­en­do­mi­niert ist. So ar­bei­te­ten 47 % al­ler so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig be­schäf­tig­ten Frau­en in Teil­zeit, wäh­rend es bei den Män­nern nur 11 % wa­ren.

Teilzeitarbeit im europäischen Vergleich

Ei­ne Stu­die des Wirt­schafts- und So­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tu­tes der Hans-Böck­ler-Stif­tung aus dem Jahr 2016 zeigt ganz deut­lich, dass die Teil­zeit­ar­beit in Eu­ro­pa ins­ge­samt weib­lich ge­prägt ist. Im Ver­gleich der 28 EU-Län­der wei­sen die Frau­en we­sent­lich hö­he­re Teil­zeit­quo­ten als die Män­ner auf. Im Durch­schnitt ist je­de drit­te Frau, aber nicht mal je­der zehn­te Mann teil­zeit­be­schäf­tigt. Die Teil­zeit­quo­ten der Frau­en va­ri­ie­ren in den Län­dern da­bei sehr stark. Sie rei­chen von 2% in Bul­ga­ri­en bis zu 76 % in den Nie­der­lan­den. Die Span­ne bei den Män­nern ist deut­lich ge­rin­ger: 2 % in Bul­ga­ri­en und 26 % in den Nie­der­lan­den.

Kindergartenplatz mit Garantie – Ein neuer Versuch

Eben­falls in die Rich­tung ei­ner bes­se­ren Ver­ein­bar­keit von Fa­mi­lie und Be­ruf zielt ein wei­te­res Ge­setz des Bun­des, das El­tern ab dem Jahr 2013 ei­nen An­spruch auf ei­nen Be­treu­ungs­platz vom ers­ten Ge­burts­tag ih­rer Spröss­lin­ge ver­spricht. Das sog. Ki­ta-Ge­setz sieht vor, dass es bis zu die­sem Ter­min für je­des drit­te Kind un­ter drei Jah­ren ei­nen Platz bei ei­ner Ta­ges­mut­ter oder in ei­ner Kin­der­ta­ges­stät­te ge­ben soll. Es ist da­bei die Re­de von 750.000 Krip­pen­plät­zen, die dann zur Ver­fü­gung ste­hen sol­len.
Auch wenn dies ein wei­te­rer Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung ist, bleibt ab­zu­war­ten, ob sich am An­teil der Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen da­durch in ent­schei­den­dem Um­fang et­was än­dern wird.
Auch wenn ger­ne kol­por­tiert wird, dass Kin­der und de­ren Be­treu­ung ein we­sent­li­cher Grund da­für sind, dass so we­ni­ge Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen zu fin­den sind, zei­gen die Män­ner selbst, dass die­se Ar­gu­men­ta­ti­on für sie kein Hin­der­nis dar­stellt.
Denn wäh­rend nur 56% al­ler Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen auch Kin­der ha­ben, liegt der An­teil bei den Män­nern bei 77%. Dar­aus könn­te man auch den Schluss zie­hen, dass nicht die Kin­der das Pro­blem sind, son­dern die Män­ner ih­re Ver­sor­gungs­pflicht nur zu Las­ten der Frau­en ge­löst ha­ben.

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