Frauen & Karriere

Frauen & Karriere

Frauen in Führungspositionen

Die Fak­ten spre­chen für sich. In Deutsch­land sind Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen un­ter­re­prä­sen­tiert. Ein Um­stand, der in ei­ner Viel­zahl von Stu­di­en un­ter­sucht wur­de und der sich über die Zeit auch nicht maß­geb­lich ge­än­dert hat.
Kei­ne Ge­set­zes­in­itia­ti­ve, kei­ne Selbst­ver­pflich­tung der Pri­vat­wirt­schaft, kein fi­nan­zi­el­les För­der­pro­gramm der Po­li­tik und auch kei­ne öf­fent­li­che Dis­kus­si­on hat am En­de, in har­ten Zah­len ge­mes­sen, an die­ser Tat­sa­che et­was ge­än­dert.

Das Phä­no­men der „glä­ser­nen De­cke“ wird seit den 1980er Jah­ren ger­ne an die­ser Stel­le zi­tiert, um für die­sen un­be­frie­di­gen­den Zu­stand ei­nen pas­sa­blen Er­klä­rungs­an­satz zu lie­fern. Da­nach ge­be es et­was auf dem Weg nach oben, was Frau­en dar­an hin­dert, in glei­cher Wei­se die Kar­rie­re­lei­ter zu er­klim­men, wie es die Män­ner vor­ma­chen. Un­ter­sucht man die­se „glä­ser­ne De­cke“ ge­nau­er, kom­men ei­ne Rei­he ganz ra­tio­na­ler Grün­de zum Vor­schein, die dem The­ma sei­nen ne­bu­lö­sen Cha­rak­ter neh­men und es greif­ba­rer ma­chen. Auch um dar­aus Hand­lungs­op­tio­nen ab­zu­lei­ten. Wenn “frau” will!

Frauen- und Männerquoten im Vergleich

Quel­le: Dr. Cars­ten Wip­per­mann, Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen, Hei­del­berg 2010, S. 7

Quel­le: Dr. Cars­ten Wip­per­mann, Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen, Hei­del­berg 2010, S. 7

Mangelnde Verfügbarkeit ist eine Herausforderung

Ei­ne we­nig ge­lieb­te Er­klä­rung für die un­ter­durch­schnitt­li­che Zahl an Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen ver­birgt sich hin­ter dem Schlag­wort der Ver­füg­bar­keit, das sich in zwei Ar­gu­men­ta­ti­ons­ket­ten un­ter­tei­len lässt.

Zum ei­nen das Ar­gu­ment, dass qua­li­fi­zier­te Frau­en über­haupt nicht in der not­wen­di­gen Men­ge vor­han­den sind, um ei­ne Gleich­ver­tei­lung zwi­schen den Ge­schlech­tern si­cher­stel­len zu kön­nen. Ins­be­son­de­re in tech­nisch ge­präg­ten Wirt­schafts­be­rei­chen wird dies ger­ne an­ge­führt, um ge­gen die Frau­en­quo­te zu ar­gu­men­tie­ren. Man spricht hier auch von den MINT-Be­ru­fen, was ei­ne zu­sam­men­fas­sen­de Be­zeich­nung von Be­ru­fen aus den Be­rei­chen Ma­the­ma­tik, In­for­ma­tik, Na­tur­wis­sen­schaft und Tech­nik dar­stellt. Von den MINT-Be­ru­fen ab­ge­se­hen, zei­gen die har­ten Zah­len, dass sich die­ses Ar­gu­ment in Zei­ten ei­ner mo­der­nen Bil­dungs­ge­sell­schaft wohl über­lebt hat.

Nicht so ein­fach zu ent­kräf­ten ist das The­ma der Ver­füg­bar­keit, wenn man die­se nicht auf den Fä­hig­kei­ten, son­dern auf den Wil­len der weib­li­chen Füh­rungs­kräf­te be­zieht, denn auch Kar­rie­re ma­chen zu wol­len. Hier­zu ein Aus­zug aus ei­ner Stu­die von Ac­cen­ture aus dem Jah­re 2011:

Nur je­de vier­te be­rufs­tä­ti­ge Frau will ih­re Kar­rie­re 2011 vor­an­trei­ben (28%), doch je­der zwei­te Mann (47%). Laut Be­fra­gung füh­len sich 70% der weib­li­chen Ar­beit­neh­me­rin­nen wohl mit ih­rem Ar­beits­platz, 80% sind zu­frie­den mit ih­rer Spros­se auf der Kar­rie­re­lei­ter (Män­ner: 60% und 65%).“

Man kann die­se Di­ver­genz ty­pisch männ­lich da­mit er­klä­ren, dass es den Frau­en wohl of­fen­sicht­lich an „Biss“ in dem The­ma fehlt und sie sich nicht wun­dern müs­sen, dass sie dann zu kurz kom­men.

Der Sa­che wird man aber wohl eher ge­recht, wenn die zwei­di­men­sio­na­le So­zia­li­sie­rung der Frau­en mit in den Er­klä­rungs­an­satz ein­be­zo­gen wird. Denn im Un­ter­schied zu Män­nern wer­den Frau­en heu­te im­mer noch in Rich­tung der bei­den Wel­ten Be­ruf und Fa­mi­lie so­zia­li­siert und mit Er­war­tun­gen kon­fron­tiert, de­nen Män­ner in ih­rem Welt­bild nicht ge­gen­über­ste­hen.

Die so­ge­nann­te Sor­ge­ar­beit, al­so die Ver­sor­gung der Fa­mi­lie, ins­be­son­de­re der Kin­der und in zu­neh­men­dem Ma­ße auch der El­tern und Schwie­ger­el­tern, wird eher den Frau­en als den Män­nern zu­ge­schrie­ben. Dar­aus er­gibt sich für die Frau­en ein Zeit- und Kräf­tes­pa­gat zwi­schen den Wel­ten. Die­je­ni­gen, die nicht be­reit sind, sich da­von zer­rei­ßen zu las­sen, ent­schei­den sich dann ent­we­der für Be­ruf oder Fa­mi­lie. So las­sen sich ge­rin­ge­re Ver­füg­bar­keit und Kar­rie­rewil­le und da­mit die glä­ser­ne De­cke – durch Män­ner — auch er­klä­ren.

In Rich­tung Selbst­ver­ant­wor­tung zielt hin­ge­gen die Be­grün­dung, dass Frau­en im Un­ter­schied zu Män­nern nicht aus­rei­chend Selbst­ver­mark­tung be­trei­ben, um ih­re Kar­rie­re­zie­le zu ver­fol­gen. Hier ist dann Coa­ching für Frau­en ei­ne Op­ti­on, um mög­li­che De­fi­zi­te ab­zu­bau­en.

Die Karrierewelt ist eine Männerwelt

Hin­zu kommt noch, dass die Kar­rie­re­welt heu­te ei­ne Män­ner­welt dar­stellt und die Er­war­tun­gen der Be­rufs­welt und der Män­ner de­ckungs­gleich sind. Es gilt ei­ner Viel­zahl von An­sprü­chen ge­recht zu wer­den, da­zu zäh­len:

  • die je­der­zei­ti­ge Ver­füg­bar­keit für den Ar­beit­ge­ber,
  • dem Ide­al­bild der Kar­rie­re oh­ne bio­gra­fi­sche Un­ter­bre­chun­gen durch die Kin­der­be­treu­ung
  • die Vor­stel­lung von der durch­set­zungs­star­ken Füh­rungs­kraft, die sich in ge­schlechts­ste­reo­ty­pen Kom­pe­tenz­pro­fi­len wi­der­spie­gelt.

Schließ­lich ste­hen Frau­en noch dem so­zio­lo­gi­schen Phä­no­men ge­gen­über, dass Män­ner eben Män­ner wäh­len, was nur des­halb ein Pro­blem dar­stellt, weil die männ­li­chen Ent­schei­dungs­trä­ger in der Über­zahl sind.

Erfahren Sie mehr zum Thema Frauen & Karriere

Elternzeit & Teilzeit

JETZT MEHR ERFAHREN

Gehaltsunterschiede

JETZT MEHR ERFAHREN

Politik der Frauenförderung

JETZT MEHR ERFAHREN

Sie wollen mich kennenlernen -

rufen Sie an!

Tel. +49 151 50 70 45 45

Mein Bü­ro ist in Köln. Als Coach, Trai­ner und Be­ra­ter ar­bei­te ich in der gan­zen DACH-Re­gi­on.

Kliniksuche

Hier fin­den Sie die pas­sen­de Burn-out Kli­nik. Über 450 Kli­ni­ken ste­hen zur Wahl.

JETZT SUCHE STARTEN

Kontakt

  • Im Zoll­ha­fen 24
  • 50678 Köln
  • .img
  • +49 151 50 70 45 45

Kliniksuche

Hier fin­den Sie die pas­sen­de Burn-out Kli­nik. Über 450 Kli­ni­ken ste­hen zur Wahl.

JETZT SUCHE STARTEN

Kontakt

  • Im Zoll­ha­fen 24
  • 50678 Köln
  • .img
  • +49 151 50 70 45 45

Co­py­right  Web­site 2018  |  Da­ten­schutz  | Im­pres­sumBild­nach­weis  | Kon­takt

Co­py­right  Web­site 2018  |  Da­ten­schutz  | Im­pres­sumBild­nach­weisKon­takt

 

Scroll Up