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Burn-out-Krankheitsphasen

Burn-out ist ein schleichender Krankheitsprozess

Das Burn-out Syndrom wird als ein Krankheitsbild verstanden, das in mehreren Krankheitsphasen abläuft.4 Die Betroffenen werden nicht über Nacht krank, sondern durchlaufen zumeist über Jahre einen Burn-out-Prozess, der eng mit der eigenen Lebensplanung und -führung verbunden ist. Anfangs steht eine Herausforderung, die sie begrüßen und annehmen. Sie glauben, ihr gewachsen zu sein und am Ende stellt sich dies als ein Irrtum heraus, der über die Jahre mit einer Selbsttäuschung verknüpft ist. Beispielsweise setzen die Betroffenen häufig all ihre Kraft in ihrem beruflichen Umfeld ein und bemerken zu spät, dass sie damit körperlich und mental überfordert sind und ihr Einsatz auch nicht wie erhofft gewürdigt wird.

Die Wissenschaft kennt verschiedene Modelle, die sich in ihrem Differenzierungsgrad der verschiedenen Phasen des Burn-out unterscheiden.

Das Burn-out-Syndrom in 12-Stufen: 5

  • Burn out Stufe 1: Der Zwang, sich zu beweisen
    Der Betroffene erledigt seine Arbeit mit großer Begeisterung. Allerdings überschätzt er sich dabei oft und vernachlässigt seine Bedürfnisse.
  • Burn out Stufe 2: Verstärkter Einsatz
    Um den eigenen hohen Ansprüchen zu genügen, wird noch mehr Energie in die Arbeit gesteckt. Das Gefühl, unentbehrlich zu sein, wächst. Deshalb werden Aufgaben nur selten delegiert.
  • Burn out Stufe 3: Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
    In diesem Stadium tritt das Verlangen nach Ruhe, Schlaf und Regeneration, aber auch der Wunsch nach Sex, immer weiter zurück. Häufig nimmt der Konsum von Alkohol, Nikotin und Kaffee zu.
  • Burn out Stufe 4: Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen
    Um arbeitsfähig zu bleiben, blendet der Betroffene die Ansprüche seines Körpers aus. In dieser Phase nehmen Unpünktlichkeit, Vergesslichkeit und andere Fehl-leistungen zu.
  • Burn out Stufe 5: Umdeutung von Werten
    Alte Grundsätze gelten nicht mehr viel, Freundschaften und berufliche Beziehungen werden zur Belastung. Die Wahrnehmung stumpft ab. Oft treten Probleme mit dem Partner auf.
  • Burn out Stufe 6: Verstärkte Verleugnung von Problemen
    Das Verhalten in den vorherigen Phasen löst Schwierigkeiten aus, die wiederum verdrängt werden. Der Betroffene fühlt sich nicht anerkannt und geht nur noch ungern zur Arbeit. Er leidet erstmals unter deutlichen Leistungsschwächen und körperlichen Beschwerden.
  • Burn out Stufe 7: Rückzug
    Ein Gefühl der Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Alkohol und Medikamente, aber auch Essen und Sex dienen als Ersatzbefriedigung. Das soziale Umfeld wird als bedrohlich und überfordernd empfunden.
  • Burn out Stufe 8: Deutliche Verhaltensänderung
    Der Betroffene wird unflexibel im Denken und Verhalten. Selbst wohlgemeinte Kritik akzeptiert er nicht und bewertet sie als Angriff. Er zieht sich immer weiter zurück.
  • Burn out Stufe 9: Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
    In dieser Phase fühlt sich der Betroffene wie abgestorben und von seinem Wesen entfremdet. Es kommt ihm vor, als würde er nur noch wie eine Maschine funktionieren.
  • Burn out Stufe 10: Innere Leere
    Mutlos und ausgezehrt bewältigt der Betroffene seinen Alltag. Oft leidet er unter Angst- und Panikattacken. Mitunter versucht er, seine Probleme mit Kauftouren, Fressorgien und exzessivem Sex zu bewältigen.
  • Burn out Stufe 11: Depression
    Dauerhafte Verzweiflung und Niedergeschlagenheit stellen sich ein. Spätestens jetzt kommen Selbstmordgedanken auf.
  • Burn out Stufe 12: Völlige Burn-out-Erschöpfung
    Die nachhaltige geistige, körperliche und emotionale Müdigkeit lähmt und gefährdet das Leben: das Immunsystem ist angegriffen, die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Leiden steigt erheblich. Die Suizidgefahr ist groß.

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